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Über den Schlossgarten

Als Gustav VI. Adolf und seine Margareta das Schloss Sofiero von König Oscar II. übernehmen, beschränkt sich die Fläche des bereits existierenden Schlossgartens auf das direkt ans Schloss angrenzende Gelände. Margareta, die ein großes Faible für Gartenarbeit und Gartenbau hat, beginnt schnell mit der systematischen Gestaltung eines neuen und viel größeren Schlossgartens, sie legt einen Blumengang, Beete und vieles mehr an. Ihrer und Gustav VI. Adolfs Leidenschaft für Gartenbau haben wir es zu verdanken, dass der Schlossgarten von Sofiero so groß und schön geworden ist – ein Erbe, das wir bis heute bewahren.

Die Rhododendron-Schluchten

Auf beiden Seiten des Schlosses verlaufen zwei Schluchten in west-östlicher Richtung. Hier herrscht das ideale Klima für Rhododendronbüsche. Die Rhododendren sind vor Wind geschützt, und die Baumkronen bieten genau das richtige Maß an Schatten. Der Boden ist leicht sauer, und es gibt fließendes Wasser. Diese idealen Bedingungen hatte König Gustav VI. Adolf in den 30er-Jahren erkannt, als er ernsthaft damit begann, diese Pflanzengattung zu sammeln. Die meisten seiner Büsche pflanzte er in der nördlichen Schlucht. Da er reine Pflanzenarten bevorzugte, trifft man diese Sorte auch am häufigsten in der nördlichen Schlucht an.

In der südlichen Schlucht wachsen ebenfalls viele Rhododendren, aber diese Büsche sind noch nicht so alt. Die Büsche, die dort zu sehen sind, wurden vor allem von der Parkverwaltung nach dem Tod von König Gustav VI. Adolf im Jahr 1973 angepflanzt. Und es kommen immer noch neue Pflanzen hinzu – im Frühling 2005 wurde in der nördlichen Schlucht ein komplett neues Beet mit seltenen Pflanzen aus China angelegt. Einige Jahre zuvor hatte man in derselben Schlucht eine größere Beetfläche mit Azaleen bepflanzen lassen.

Der Jubiläumsgarten

Am 6. Juni 2016 wurde der neue Jubiläumsgarten des Parks, der zu Ehren von Sofieros 150-jährigem Jubiläum angelegt worden ist, von König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia feierlich eingeweiht. Entworfen wurde der neue Jubiläumsgarten von der Landschaftsarchitektin Mona Wembling. Der Garten, der als fester Bestandteil des Parks vorgesehen ist, lädt zu Erholung und Inspiration ein. Hier treffen strenge Formen und wilde Zügellosigkeit aufeinander und bilden verspielte Kontraste mit Einflüssen von klassischer Schlossgarten-Architektur und japanischer Gartenkunst.

Der neue Jubiläumsgarten auf Sofiero wird eine große Attraktion sein und über viele Jahre die Besucher in seinen Bann ziehen.

Das Mauerbeet

An der langen Mauer, die sich von Süden nach Norden erstreckt, liegt das lange und breite Mauerbeet. Staudenpflanzen wie die Dreiblattspiere (Gillenia trifolliata) oder blau-lila Hain-Salbei (Salvia nemorosa) leisten hier unter anderem einjährigen Sommerblumen wie Schmuckkörbchen und anderen hochwachsenden Blumenarten Gesellschaft. Kronprinzessin Margareta pflanzte Stauden in Fülle und Vielfalt und setzte dazwischen immer wieder Sommerblütler, auf die sie nicht verzichten wollte. Entlang der Mauer wachsen Spalierobstbäume wie Pflaumen- und Birnenbäume.

Kronprinzessin Margaretas Blumenweg

Das befriedigende Gefühl, das man beim Anblick eines vollendeten Werks verspürt, dessen Entstehungsprozess man vom ersten Augenblick an begleitet hat, wünsche ich vielen, vielen Menschen.

Das Interesse von Kronprinzessin Margareta für Gartenbau und Landschaftsarchitektur, ihre künstlerische Begabung und ihr Ehrgeiz haben die Entstehung und die heutige Gestalt von Sofieros Schlossgarten maßgeblich geprägt und beeinflusst. Als Kronprinz Gustav Adolf Sofiero im Jahr 1905 als Hochzeitsgeschenk erhielt, hat es seine Braut Margareta aus seinem Dornröschenschlaf erweckt. Zielstrebig erschuf sie einen lebendigen und schönen Garten mit Teichen, Pflanzen, Wegen und Spalieren.

In Erinnerung und Würdigung dessen, was Kronprinzessin Margareta während ihrer kurzen Zeit auf Sofiero geschaffen hat, hat man einen Teil von ihrem ursprünglichen Vorschlag für einen Blumenweg aus dem Jahr 1910 rekonstruiert. Dieser Weg wurde 1993 eingeweiht und steht in den Sommermonaten mittlerweile in voller Blüte. Kronprinzessin Margareta verstand sich darauf, die Pflanzen so zu platzieren, dass sie ihre volle Pracht entfalten konnten. Bei der Rekonstruktion des Blumenwegs haben wir uns bewusst für den Teil entschieden, in dem warme Farbtöne dominieren sollten – Gold und Rot unter Beimischung von Blau und Weiß. Für den Teil des Konzepts, der nicht rekonstruiert wurde, waren hellere Farben mit viel Blau und Weiß vorgesehen.

Der Rosengang

Rosen hat es zu allen Zeiten auf Sofiero gegeben, allerdings war ihre Pflege nicht immer ganz leicht. Sie scheinen sich in der Erde nicht richtig wohl zu fühlen. Aber vor der Jahrtausendwende unternahm man im Jahr 2000 einen neuen Versuch: Ein neuer Rosenweg wurde angelegt, in dem unter anderem Stauden blühten und Englische Rosen ihren intensiven Duft verströmten. Der englische Rosenzüchter David Austin hat Kronprinzessin Margareta eine eigene Rose gewidmet und nach ihr benannt. Natürlich hat diese Rosenart einen zentralen Platz im Rosengang auf Sofiero. Genau wie in unseren anderen Beeten blühen hier im Frühling verschiedene Blumenzwiebeln. Danach erwachen die Rosen und Stauden und erfüllen den Weg mit ihrem Duft und ihrer wunderschönen Farben- und Formenpracht. Der neue Rosengang wurde im Juli 2000 von Gräfin Sonia Bernadotte von Mainau feierlich eingeweiht.

Königin Silvias Blumenschmuck

Direkt vor dem Haupteingang von Sofiero befindet sich ein Rundbeet, das den Namen Königin Silvias „Blomstersmycke“, Königin Silvias Blumenschmuck, trägt, da es zu Ehren ihres 50. Geburtstags im Jahr 1993 angelegt wurde. In diesem Rundbeet blühen mehrere Lieblingsblumen der Königin, zum Beispiel, Rosen, Stauden und zarte Sommerblumen. Im Frühjahr entfalten Frühlingsblumen dort ihren Blütenzauber, bis sie von Sommerblumen abgelöst werden, die sich nach dem Jahresmotto des Gartens richten.

Der Dahliengarten

Gustav VI. Adolf, der ein passionierter Dahlien-Liebhaber war, ließ einen speziellen Dahliengarten anlegen, in dem rund 300 verschiedene Dahlien-Arten blühten. Mitte der 90er-Jahre wurde ein komplett neuer Dahliengarten entworfen, der größer als sein Vorgänger war und eine modernere Formengestaltung aufwies. Hier werden jedes Jahr Tausende Dahlien in unterschiedlichen Farben und Formen gepflanzt, die im Spätsommer in ein wahres Blütenmeer in allen Farben des Regenbogens explodieren. Den Saison-Abschluss auf Sofiero bildet alljährlich der Dahlientag, an dem die Besucher unter anderem aktiv an der Wahl der schönsten Dahlien-Art teilnehmen und über ihren persönlichen Favoriten abstimmen können.

Der Küchengarten

Früher war der Küchengarten der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Gartenanlage. Hier wurde vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst Gemüse angebaut. Heute hat der Küchengarten von Sofiero eine andere Funktion und liegt an der Stelle, wo sich damals das Mistbeet befand. Er dient mehr als Ziergarten denn als Nutzgarten und soll die Augen seiner Betrachter erfreuen. Das bedeutet, dass die Gärtner auch hier viel Wert auf die Optik setzen. Hier wachsen Gemüsearten neben den schönsten Blumen. Kopfsalat wird nur selten geerntet, er darf wachsen und wuchern, wie die Natur es will. Eine Saison lang ist der Küchengarten viktorianischen Küchengärten nachempfunden, im nächsten Jahr ist er von Küchengärten in Schlossgärten inspiriert, wie sie vor 50 Jahren üblich waren.

Der Lustgarten

Der Lustgarten ist einer der jüngsten Neuzugänge auf Sofiero. Er entstand erst Ende der 90er-Jahre und verändert alljährlich sein Aussehen. Das Grundkonzept bleibt jedoch immer dasselbe: Begrenzt wird die Blumenpracht von Eiben. Der Gartenraum an sich wird im Westen und Osten durch schöne Eibenhecken und im Norden durch das Weinhaus begrenzt. Die großen herrlichen Obstbäume bilden das Dach über einer nahezu betäubenden Blumenpracht. Im Frühjahr macht ein Blütenteppich aus Tausenden Tulpen und Osterglocken den Anfang, der später im Jahr von prachtvollen Sommerblumen-Arrangements abgelöst wird.

Königin Ingrids Duftendes Meer

1994 besuchte der damalige Stadtgärtner Ole Andersson die dänische Königin Ingrid auf ihrem Sommerschloss „Gråsten“ in Südjütland. Ihre umfangreiche Duftpelargonien-Sammlung hinterließ bei ihm großen Eindruck, und kurz nach diesem Besuch wurden auch auf Sofiero Pelargonien angepflanzt. Königin Ingrid, die als Kind die Sommermonate auf Sofiero verbracht hat, stellte großzügig Stecklinge aus ihrer eigenen Sammlung zur Verfügung, die wuchsen und gediehen und heute neben dem Küchengarten zu bewundern sind.

Die Blüte einer Duftpelargonie ist nicht so üppig wie die einer normalen Pelargonie, aber ihr Blattwerk ist umso beeindruckender. Es sind auch die Blätter, von denen der aparte Duft ausgeht. Duftpelargonien stammen ursprünglich aus Indien und wurden im Verlauf des 17./18. Jahrhunderts nach Europa gebracht. Heutzutage kommen die meisten Arten aus Südafrika.

Das Weinhaus

Das Kronprinzenpaar Gustav Adolf und Margareta ließ das kleine, aber feine Weinhaus auf Sofiero im Jahr 1914 errichten. Das Glashaus ist stark vom englischen Stil beeinflusst und verfügt über einen gemauerten Sockel, auf dem das Gewächshaus steht. Es misst 15 x 5 Meter, und die Firsthöhe beträgt fast 5 Meter. In diesen Maßen liegt eine wunderbare Symmetrie, die man sofort spürt, wenn man das Haus betritt. Hier werden schöne und beeindruckende Rebstöcke gepflegt, die bereits 1914 angepflanzt wurden und die dem alten König so sehr am Herzen lagen, dass außer ihm selbst nur der Obergärtner des Schlossgartens Zugang zu den Schlüsseln des Weinhauses hatte.

Das Melonenhaus

Das Melonenhaus ist das kleinste Gewächshaus auf Sofiero. Es ist nicht genau überliefert, wann das Haus gebaut wurde, aber es ist alt und wurde ursprünglich errichtet, um dort Melonen anzupflanzen. Um 1900 galten Melonen als exquisite Delikatessen und als kulinarischer Höhepunkt eines Gastmahls. In der Zeit von Gustav VI. Adolf diente es als Aufzuchtsort für Rhododendren, man züchtete Stecklinge und säte neue Samen aus.

Heute erfüllt das Gewächshaus wieder seinen ursprünglichen Zweck als Melonenhaus. Hier pflanzen wir Melonen auf dieselbe Art an, wie man es früher gemacht hat, und im August kann man die schönsten und leckersten Exemplare in Augenschein nehmen.

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